SDS Plus, SDS Max — was ist der Unterschied und was brauchen Sie für Ihr Betonprojekt? In diesem Ratgeber erklären wir die beiden wichtigsten Aufnahmesysteme für Bohrhämmer und helfen Ihnen bei der Wahl.

SDS Plus und SDS Max: Die Grundlagen

SDS steht für „Steck-Dreh-Sitz" — ein Schnellspannsystem von Bosch, das zum Standard geworden ist. Es gibt zwei Hauptvarianten:

Merkmal SDS Plus SDS Max
Schaftdurchmesser 10 mm 18 mm
Typische Maschinenklasse Kombibohrhammer (2–4 kg) Bohrhammer / Abbruchhammer (5–12 kg)
Schlagenergie 2–4 Joule 5–20+ Joule
Bohrerdurchmesser Ø4–30 mm (max. ~40 mm) Ø12–52 mm
Bohrkronen Bis ~82 mm Bis 300+ mm
Preis Maschine €60–250 €150–600+

Welches System für welches Projekt?

SDS Plus reicht, wenn Sie:

  • Dübellöcher bohren (Ø6–14 mm)
  • Einzelne Kabeldurchführungen machen (bis Ø25 mm)
  • Steckdosen setzen (Ø68 mm Bohrkrone)
  • Gelegentlich in Beton arbeiten

SDS Max brauchen Sie, wenn Sie:

  • Regelmäßig in Beton/Stahlbeton bohren
  • Große Durchmesser brauchen (ab Ø30 mm Betonbohrer)
  • Kernbohrungen durchführen (Ø80+ mm)
  • Tiefe Bohrungen durch dicke Wände machen
  • Auch Meißelarbeiten erledigen wollen

Kann ich SDS Plus in SDS Max verwenden?

Nein — die Systeme sind nicht direkt kompatibel. Es gibt zwar Adapter (SDS Max → SDS Plus), aber diese sind nur für leichte Arbeiten empfehlenswert. Für ernsthafte Betonarbeiten sollten Sie immer Bohrer im richtigen System verwenden.

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Fazit

Für die meisten Heimwerker ist ein SDS-Plus-Bohrhammer ausreichend. Wer regelmäßig größere Betonarbeiten durchführt — Lüftungslöcher, Rohrdurchführungen, Kernbohrungen — ist mit einem SDS-Max-Gerät besser beraten. Die höhere Schlagenergie spart Zeit und schont Werkzeug und Nerven.